Mehr Wein als Schein

Geposted von Tim Voßgröne am

Wir haben uns mit Marius Meyer aus Rhodt unter Rietburg getroffen. Der Jungwinzer aus der Südpfalz hat 2006 das elterliche Weingut nach der Lehre und dem Studium mit Stationen in Südfrankreich, Neuseeland und dem Rheingau übernommen. 

Das Jahr 1987 war das Gründungsjahr für den Weinbau im Hause Meyer. Klaus Meyer nutzte die landwirtschaftlichen Flächen seines Vaters um die ersten Reben zu pflanzen. Das alles startet im Nebenerwerb und war vielmehr als Hobby gedacht. Klaus Meyer selber übt den Beruf als klassischer Kaufmann und seine Frau als Erzieherin aus. Bis in das Jahr 2006 verfügte das kleine Weingut über 4,5 Hektar Rebfläche. Mittlerweile hat Marius das Angebot um einige Sorten erweitert und hat das Weingut auf 17 Hektar ausgebaut. 

Dabei muss man einiges an Geduld mit bringen, da es fünf bis acht Jahre dauert bis der erste nennenswerte Ertrag an den Reben vorhanden ist! 

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Im Jahr 2019 erfand sich Marius selbst wieder neu, in dem er neue Linien auf den Markt brachte. Mit seinen MenschMeyer! Frizz Secco in weiß und Frizzi Rosé schaffte er zwei leichte Perlweine, die bei sonnigem Wetter und vor allem dem DayDrinking passen. Als kleine Belohnung nach dem Shopping oder als Starter für einen schönen Abend ist das die beste Lösung! 

In der selben Linie findet sich auch das Sommer Cuveé 'MenschMeyer! Ich will Sommer!'. Ein leichtes Weißwein Cuveé aus den Rebsorten Weißburgunder, Goldmuskateller und Sauvignon Blanc mit Frucht, Spiel und Spannung. 

Im Weinjahr 2019 ist Familie Meyer nach dem trockenen und warmen letzten Jahrgang und einem Winter mit zu wenig Niederschlag, mit einem vergleichsweise zögerlichen Austrieb im Frühjahr.

Darauf folgte ein recht warmer Mai. Die Blüte begann Mitte Juni. Heiße Sommertage im Juli und August mit Hitzeextremen von bis zu 40 Grad Celsius, bescherten ihnen Sonnenbrand-Schäden auf den Beeren, eine frühe Reife und einen deutlich früheren Erntebeginn als während der frühen Vegetation erwartet. Die ständigen Regenschauer in der Mitte der Lese strapazierten Marius Nerven. Wind und kühle Temperaturen sorgten danach immer wieder für schnelles Abtrocknen und somit gute Lesebedingungen. Es galt Ruhe zu bewahren und doch gezielt und strategisch schnell zu ernten. Das Ergebnis sind sehr feine, elegante 2019er Weine mit sehr viel Entwicklungspotenzial und moderateren Alkoholgehalten als beim Jahrgang 2018. Im zweiten zu trockenen Jahr in Folge, war die kleine Erntemenge der Preis für die gute Qualität des Jahrgangs.

NEUES JAHRZEHNT
NEUES ERSCHEINUNGSBILD

Das Streben von Marius und Klaus Meyer nach Qualität in Form von zeitlosen, feinen Weinen aus klassischen deutschen und internationalen Rebsorten, haben sie mit dem neuen Jahrgang auch deren Ausstattung etwas an die familieneigene Philosophie angepasst. Die drei Farben Grün, Silber und Gold mussten weichen. Dafür haben sich die Meyers mit einem braunen sandgrau für erdige Farben entschieden, die besser das widerspiegeln was ihr größtes Kapital ist: der Boden. Auch wurde das Sortiment wesentlich verkleinert um sich noch mehr auf die einzelnen Weine zu konzentrieren.

 

 

 


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